Samstag, 27. Dezember 2008

Video Eindrücke

Bilder sagen mehr als 1000 Worte.
Sagen dann Videos mehr als 1000 Bilder?

Auf jeden Fall hier die zwei Videos:

Australia 2008
New Zealand 2008

Viel Spaß damit!

Samstag, 20. Dezember 2008

Zurück von der puren Natur!



Grüne Wiesen und Weiden, endlos weite Ebenen und Täler, Berge und steile Hänge, Wasserfälle, blaues und grünes klares Wasser, Schafe überall – einfach Natur Pur!
Die letzten zwei Wochen in Neuseeland waren echt genial.



Angefangen hat meine Rundreise mit dem Magic Bus (Hop on, Hop off) in Auckland – nein, nicht die Hauptstadt von Neuseeland, wie die meisten meinen.
Von dort ging es dann jeden Tag ein Stückchen weiter, vorbei an der wunderschönen Landschaft, die man mit Worten kaum beschreiben kann.
Mit der Zeit habe ich immer mehr den Mythos geglaubt, den die Insel umgibt. Und zwar dass sich Neuseeland einfach aus dem Meer erhoben haben soll, zusammen mit der wundervollen Natur.
Kurze Zusammenfassung des Trips:

Auckland: Skytower mit einer genialen Aussicht auf die Stadt der Segel, Ausflug auf eine Insel in der Nähe, zum ersten Mal die schöne Natur von Neuseeland entdecken, den Vulkan Mount Eden mit seinem Megakrater besichtigen.



Rotorua: Lebensstil der Einheimischen Maori kennenlernen, „Chief“ beim Maori-Treffen spielen.

Taupo: Die vielen schwefeligen Landschaften erkunden, überall dieser Rauch und Gestank an den man sich mit der Zeit gewöhnt.

Wellington: Die Hauptstadt von Neuseeland erkunden.



Nelson: Mit der Fähre von der Nordinsel auf die Südinsel fahren, zum Zentrum von Neuseeland steigen.

Greymouth: Die schöne Westküste der Südinsel entdecken – läuft folgendermaßen ab: Bus hält an, aussteigen, 5 Minuten Fotos machen, Bus fährt 15 Minuten weiter, aussteigen, 5 Minuten Fotos machen, Bus fährt 15 Minuten weiter...

Franz Josef Glacier: Den Gletscher besteigen, der nach dem österreichischen Kaiser benannt ist – eine so geniale Aussicht und ein Erlebnis, das ich nicht missen möchte!



Queenstown: Bungy Jumping von der Kawarau Bridge, Skyswing über Queenstown – ab in die Hauptstadt des Adrenalins.

Milford Sound: Auf einem Schiff zu einer Szene von Herr der Ringe fahren, trotz Regen eine schöne Landschaft mit unendlich vielen Wasserfällen.



Dunedin: Schokoladefabrik besichtigen und dabei sich mit Schokoverpflegung ausstatten, die steilste Straße der Welt besteigen.

Lake Tekapo: Am grünblauen See spazieren.

Christchurch: White Water Rafting als Abschluss unserer Reise – einer der besten Orte um Rafting zu machen mit zwei Stellen mit Schwierigkeitsgrad 5 (Skala 1-5), von einer 10 Meter Klippe in den Fluss springen, Christchurch besichtigen.



Nicht erwähnt wurden die unzähligen Abende an denen die ganzen Magic Bus Mitreisenden den Tag in einer gemütlichen Runde ausklingen lassen haben und einfach nur Spaß mit Leuten aus der ganzen Welt hatten (OK zugegeben, hauptsächlich trinkfeste Iren und Engländer).

Ich kann Neuseeland echt jedem empfehlen, der etwas für Natur und Abenteuer übrig hat.



Im Moment bin ich in Melbourne und genieße meinen letzten Tag hier in Australien.
Das waren also 5 Monate Australien und Neuseeland – war echt eine schöne Zeit und ich danke allen Freunden die ich hier kennen lernen durfte.
Aber es wird Zeit, nach neun Monaten wieder Mal nach Hause nach Vorarlberg zu kommen und ein gemütliches Weihnachtsfest mit meiner lieben Familie zu feiern – auf das freue ich mich!

In diesem Sinne, Frohe Weihnachten!
Und auf ein baldiges weiteres Abenteuer in der großen weiten Welt!

Montag, 1. Dezember 2008

Ab zu den Schafen…

Brisbane – Party bis um 5 Uhr machen, weil kein Hostel mehr frei war und bei der Bushhaltestelle auf den Greyhoundbus warten



Surfers Paradise – Philipp, Markus und Toni treffen und mit ihnen nach Nimbin fahren

Byron Bay – Den schönen Strand genießen, surfen, einen Sonnenaufgang am Leuchtturm erleben und mit dem Kayak im weiten Meer herumpaddeln

Coffs Harbour – Den Abend mit internationalen Leuten genießen und am nächsten Morgen im Regen Kanu fahren gehen

Port Maquarie – Koalas im Spital besuchen, mit einem Schweizer und einem Australier Golfen gehen und die Stadt mit ihrem Nachtleben erkunden



Newcastle – Die „englische“ Stadt im Regen erkunden und mit Schweden und Estländern am Abend gemütlich etwas trinken

Sydney – Sich noch einmal vom Opernhaus verabschieden und den besten chinesischen Food Court besuchen, um sich am Samstag Abend ins Nachtleben von Sydney zu stürzen

Canberra – Die australische Hauptstadt, die wie mit Zirkel und Lineal aufgebaut ist, erkunden, und eine Führung durch das Parlament machen



Melbourne – Die Reise nach Neuseeland planen, shoppen und den neuen James Bond ankucken und dabei Bregenz hier in Australien entdecken, Lena wiedermal nach 2 Jahren treffen (Mitschülerin in Shanghai)


Das war kurz und bündig die letzte Woche.

In drei Tagen geht es dann ab nach Neuseeland, wo ich zwei Wochen lang mit dem Bus herumkurven und die wundervoll grüne Landschaft erkunden werde.
Na dann, ab zu den Hobbits (Herr der Ringe wurde dort gedreht) und Schafen :)

Montag, 24. November 2008

Ab in den Süden!

Auto am Samstag Mittag verkauft, nach Hause, alles zusammengepackt, Busse und Unterkunft organisiert und am Abend konnte es dann schon los gehen.
Erstmal ging es noch ein letztes Mal nach Brisbane um dort den Abend zu verbringen und am nächsten Morgen gleich nach Surfers Paradise zu den anderen Studenten, die schon am Vortag dorthin gefahren sind. Ein kleiner Ausflug nach Nimbin - das australische alternative Dorf - wurde unternommen. An jeder Ecke wird man dort gefragt, ob man einen 'Keks' will...



Gestern bin ich dann hier in Byron Bay angekommen. Erstmal den Strand genossen und ein Surfbrett ausgeliehen um das Gelernte in die Praxis umzusetzen. Heute bin ich mit einer Gruppe Kayak auf dem Meer gefahren. Wir hätten anscheinend Delfine sehen sollen, die mit einem mitschwimmen. Leider sind die nie aufgetaucht.

In zwei Stunden geht es weiter nach Coffs Harbour, wo ich einen Tag bleiben werde bevor es weiter geht nach Port Maquarie, Newcastle, Sydney, Canberra und Melbourne.



Wetter: Genial, nur an die Christbäume die man momentan überal sieht, kann ich mich bei dem Wetter einfach nicht gewöhnen.

Dienstag, 18. November 2008

Semesterende, Reisepläne, Autoverkauf...

...und die Erkenntniss, dass Australier zu faul sind um Gänge zu schalten.
Nachdem ich nämlich vor einer Woche angefangen habe, mein Auto hier zum Verkauf anzubieten, hat sich herausgestellt, dass die meisten Australier keine manuellen Autos fahren können. Denn bei jedem zweiten Anruf den ich bekomme, wird als erste Frage gestellt: "Is it a manual or an automatic?".



Weihnachtsstimmung kommt hier in den Läden auf, aber nicht unbedingt im Alltag. Außerdem hat hier die Regensaison begonnen. Seit fünf Tagen ist es immer wieder am Regnen - aber was für Regenfälle das sind. Das macht dann Spaß, wenn man weiß, dass der Regen lauwarm ist und in der Badehose raus rennt.



Die ersten haben UniCentral und die Sunshine Coast schon verlassen und sich der Herausforderung gestellt, in kurzer Zeit so viel wie möglich von Australien zu entdecken. Für mich geht es los, sobald das Auto verkauft ist. Dann heißt es, ab nach Melbourne mit den Bussen von Greyhound.

Montag, 10. November 2008

...und schon war das Ende vom Semester da!

Hui, das ging aber ziemlich schnell alles. Wenn man bedenkt, dass ich vor vier Monaten hier in Australien angekommen bin und jetzt das Semester schon fast vorbei ist. Die letzten Arbeiten haben wir hier Ende Oktober abgeben müssen - da hat sich Halloween natürlich ideal als Abschlussparty ergeben, um gleichzeitig rein in die Lernferien zu feiern.



Außerdem wurde in den letzetn paar Wochen die Sunshine Coast wirklich zur SUNSHINE Coast. Ventilatoren eingeschaltet, Badehose und Flipflops angezogen und Sonnencreme nicht vergessen. Wenn dann ein feiner kühler Pool direkt vor der Haustüre ist, macht das Unileben noch gleich viel mehr Freude - vor allem bei 30°C



So und dann waren da natürlich die Lernferien. Und was macht man in den Lernferien als Student so (vor allem als Internationaler Austauschstudent)?
Auf der einen Seite würde es die Möglichkeit geben, sich in der Woche zu entspannen und sich gemütlich immer wieder Mal mit der Materie zu beschäftigen, damit alles Gelernte schön Sitzen bleibt.
Auf der anderen Seite gibt es natürlich auch die Möglichkeit direkt nach der Halloweenparty am nächsten Morgen vom Studentenheim abzuhauen, das große weite Australien zu erkunden, unendlich viel Neues erleben, einen Tag vor der Prüfung zurückkommen, unter Zeitdruck alles noch schnell zu lernen und dann trotzdem gelassen zur Prüfung zu gehen, weil das System hier in Australien ziemlich nett ist ;)
Einmal darf man raten für welche Möglichkeit ich mich entschieden habe.



Nun denn, Halloweenparty vorbei - ab zu den Whitsunday Islands. 1000 Kilometer bis nach Airlie Beach von wo unser Segelschiff abgelegt hat. Ein Tauchgang mit Nemo inkludiert - in einer Unterwasserlandschaft voller Korallen wo man sich vorkommt wie in einer anderen Welt. Unendlich viele Fische ziehen an einem vorbei, Seegurken mit denen man spielen kann und die Geräusche unter Wasser - das war echt eines der schönsten Erlebnisse der Reise!



Nach dem Segeltörn bin ich wieder langsam zurück an die Sunshine Coast gefahren und hab an verschiedenen Orten Halt gemacht. Manchmal findet man bei so sponaten Aufenthalten Orte, die man sich so vielleicht gar nicht vorstellen hätte können. Für mich war dieser spezielle Ort "The Great Keppel Island" - eine Insel die ich so schnell nicht wieder vergessen werde, denn für mich war das echt "The Beach" (wie in dem Film).



Angefangen hat alles damit, dass ich in meinen Lonley Planet reingeschaut habe und über die "Great Keppel Islad" gelesen habe. Anscheinend sollte auf der kleinen Insel echt etwas los sein - Backpacker Hostels, verschiedene Resorts etc. Da ich in der Nähe war, habe ich mir gedacht, warum nicht hinfahren und die Insel ein wenig erkunden? Also machte ich mich mit der Fähre auf den Weg. Auf dem Schiff selbst habe ich mich schon gewundert, warum nicht mehr Passagiere mitfahren als die Handvoll, die auf dem Schiff waren. Bei der Ankunft musste ich feststellen dass, die Insel schließlich ganz anders aussah, als ich mir das vorgestellt habe. Es war fast gar nichts los auf der Insel (zwei kleine Resorts waren geöffnet) und sie schien fast schon ausgestorben zu sein. Nun gut, da ich mein Zelt in einem der Resorts schon reserviert habe, 'musste' ich wohl oder übel auf der Insel bleiben. Am Anfang hat mir der Gedanke gar nicht so gefallen, weil es echt gar nichts auf der Insel zu tun gab. Aber irgendwie hatte die Insel etwas besonderes und je länger man auf der Insel war, desto einzigartiger und fast schon 'mysteriöser' wurde sie. Also habe ich den ganzen Tag am Strand gelegen, etwas gelesen und die Zeit genossen.



Am Nachmittag sind auch die letzten Tagestouristen von der Insel gegangen und auf der gesamten Insel waren vielleicht nur mehr so 30 Leute.
Als es dann langsam Abend wurde und ich mit ein paar Reisenden gemütlich etwas getrunken habe, ist die ganze Sache noch viel interessanter geworden. Die Geschichte der Insel wurde mir in der Nacht am Strand bei Kerzenlicht erzählt.



Vor mehreren Jahrzenten wurden die Aborigines von der Insel vertrieben, damit man einen idealen Touristenort daraus machen konnte. Ein Resort nach dem anderen wurde errichtet und der Massentourismus wurde kaum gebremst.
Eines Tages hat sich dann ein reicher amerikanischer Millionär entschlossen, die einzelnen Resorts und Grundstücke aufzukaufen, um schließlich die ganze Insel zu besitzen und daraus ein 6-Sterne Touristenort zu machen. Allerdings haben sich zwei kleine Resorts dagegen gewehrt und sich nicht verkaufen lassen (darunter das, wo ich geschlafen habe). Also hat der reiche Millionär beschlossen, alles was er schon besessen hat zu schließen, um keine Touristen mehr auf die Insel zu locken. Jetzt wartet er anscheinend darauf, dass dadurch die zwei kleinen Resorts pleite gehen und er diese ebenfalls kaufen kann. Doch diese wehren sich, weil sie die Schönheit der Insel wahren wollen und kein Massentourismusort daraus werden soll.



So habe ich die Insel doch gleich aus einem ganz anderen Blickwinkel gesehen und mich fast schon ein wenig in diesen (noch) so verlassenen Ort verliebt.
Die nächsten zwei Tage ging es dann nach Town of 1770 und nach Bundaberg, wo DER Rum für Australien produziert wird.



Heute habe ich die erste Prüfung hier in Australien abgelegt - für einen Studenten der auf einer FH studiert und das universitäre System nicht gewohnt ist fast schon wieder ein Erlebnis.
Alle Studenten haben sich vor der riesigen Halle versammelt haben, als plötzlich die Lautsprecherdurchsagen gekommen sind, was die Studenten zu befolgen haben. Keine Rucksäcke, keine Taschen, keine Sonnenbrillen, keine Kappen in der Prüfungshalle. Alles musste abgegeben werden. Nur etwas zum Schreiben durfte ich mitnehmen. Ein Wunder, dass ich mich nicht noch ausziehen musste. Während der Prüfung sind in der Halle überall Aufsichtspersonen am rumschleichen. Da kommt man sich schon leicht wie in einer Massenabfertigung vor. Auf jeden Fall ein Erlebnis wert in Australien an der Sunshine Coast mal zu studieren und das mitzumachen :)

Aufgefallen (oder "was ich sonst noch so Senf loswerden muss"):
Es kommt einem etwas seltsam vor, wenn man bei 30°C mit Flip Flops, T-Shirt und kurzer Hose in einen Supermarkt geht, wo Jingle Bells gespielt wird und es bereits die ersten Weihnachtsdekorationen zu kaufen gibt.



Auf australischen Balkonen tummelt sich so manch seltener Gast. Zuletzt gesehen auf Airlie Beach - die freundliche Schlange von nebenan.



Ah ja, und da war noch...
Eine frische Abkühlung nach dem letzten 'Arbeitsabgabetag' wo ich drei Arbeiten eingereicht habe und eine Präsentation gehalten habe.

Montag, 20. Oktober 2008

Fraser Island - ein geniales Wochenende

Man stelle sich eine normale Straße vor. Man werfe eine Unmenge an Sand auf die Straße, so dass sie ganz voll damit ist. Als nächstes bildet man in die Straße unzählige Hügel, die teilweise eine 40 Grad-Steigung haben und so unregelmässig vorkommen wie die Löcher in einem schweizer Käse. Dann stellt man links und rechts noch eine Menge Bäume hin, so eng an der Strasse, dass gerade noch ein Auto durchpasst. Als Krönung laesst man die Strasse auch noch hoch und runter gehen und baut unzählige Kurven ein.
Wenn man das dann alles hat, darf man das "Fraser Island" nennen. Zumindest der erste Teil der Insel, den man auf dem Weg zum Strand passieren muss. Hat man auf dem Dach, wo die ganze Campingaustruestung und alle Lebensmittel verstaut sind, dann noch Milch mit dabei, kann diese nach der Fahrt getrost als Milchshake weiter verkauft werden.



Der Strand selbst, an dem man direkt neben dem Meer entlang faehrt und die geniale Aussicht, machen das ganze dann nahezu perfekt.
In drei Autos mit jeweils neun Leuten die Insel zu erkunden war echt ein super Erlebnis.

Dienstag, 7. Oktober 2008

Endlich OZ erkunden!

Zutaten für die zweiwöchigen Semesterferien. Man nehme:

5 Tage Sydney
3 Tage Melbourne
6 Tage Wohnwagen
1 Tag Adelaide
3 Deutsche
2 Franzosinnen
1 Österreicher
1 Riesen Menge Spaß



Die letzten zwei Wochen waren echt genial und der Urlaub hat richtig gut getan, endlich Mal was von Australien zu erkunden.
Begonnen hat die Reise in Sydney. Gleich nach der Ankunft zum Opernhaus und zur Harbour Bridge - echt ein schöner Anblick. Am nächsten Tag bin ich den Sydney Halb Marathon mitgelaufen. Ein geniales Gefühl durch das Laufen gleichzeitig Sightseeing zu machen.



In Melbourne wurde das Nachtleben von uns getestet, was erheblich besser war als in Sydney (naja OK, es war im Gegensatz zu Sydney auch Wochenende).



Anschließend ging es mit dem Wohnwagen sechs Tage lang Richtung Adelaide - entlang der Great Ocean Road vorbei an den Zwölf Aposteln und schönen Stränden. In den kleinsten Dörfern irgendwo in der Pampa haben wir dann immer wieder Mal angehalten. Wenn man dann so die ewig langen Straßen entlang fährt, kommt einem manchmal fast 20 Minuten kein Auto entgegen. Mit dabei bei dem Trip waren Nationalparks, Wildcampen an verbotenen Stellen, Kühen auf einer ewig weiten Weide hinterherrennen, unbewohnte alte Häuser in der Pampa besichtigen, verstopfter Abfluss reparieren, den spritdurstigen Wohnwagen durch ordentliche Geldausgaben auffüllen und vieles mehr.



Aufgefallen: Wenn man innerhalb von vier Tagen drei Mal die Uhr umstellen muss, kommt man ein wenig durcheinander.
Von Victoria nach South Australia eine halbe Stunde vor drehen.
Gerade das Wochenende erwischen, wo Sommerzeit nur in South Australia umgestellt wird - eine Stunde zurück drehen.
Nach Brisbane zurück fliegen - eine halbe Stunde vor drehen, statt zurück, weil in Queensland die Sommerzeit ja nicht umgestellt wird.
Das hat sogar den Taxifahrer in South Australia verwirrt, nachdem wir ihn nach der Zeit in Brisbane gefragt haben.

Donnerstag, 18. September 2008

Einen Zentimeter erkundet...

Mann, letztes Mal sehe ich so eine Karte von Australien irgendwo in einem Tourismusbüro hängen. Die Karte selbst war so ca. einen Meter im Durchmesser und dann kuck ich Mal so, was ich bisher von Australien so gesehen habe. Und das hat sich auf der Karte gerade Mal als ein winzig kleiner Zentimeter an der Ostküste entlang entpuppt. Naja, bald geht's ein bisschen weiter nach Süden (in die Kälte). Noch zwei Tage und es heißt: Sydney wir kommen.



Letztes Wochenende bin ich mit vier weiteren Studenten an die Gold Coast gefahren. Echt genial, wenn man so über die endlosen Straßen fährt und auf einmal tauchen vor einem große Wolkenkratzer am Strand auf. Der 20. höchste Turm der Welt (Q1) steht dort übrigens auch, von wo aus man einen genialen Ausblick auf die Gold Coast hat. Endlich bin ich Mal zum Surfen gekommen, oder zumindest zum Ausprobieren :) denn wenn 50 Schüler gleichzeitig zum Ersten Mal versuchen Surfen zu lernen gibt das ein bisschen ein Chaos. Aber ich bin stolz drei Sekunden auf dem Brett gestanden und die Welle entlang geritten; jetzt heißt es nur noch üben, üben, üben...



Mallorca 2 war dann das Nachtleben in Surfers Paradise. Ein Lokal nach dem anderen und alles total beleuchtet um Mitternacht, dass man denkt es wäre helllichter Tag. So hat es uns am ersten Abend ins 'Bedroom' verschlagen, wo man laut unserem Backpacker Hostel Chef gut zu nem Mädel sagen kann 'Hey, do you want to go to the bedroom with me?'... und am zweiten Abend von einer Bar in die Nächste.



Am Sonntag sind wir dann noch in Dreamworld gegangen - Achterbaaaaaahnen fahren, juhu. Naja, OK, zugegeben, der Park war etwas klein, die einzige Achterbahn nicht gerade atemberaubend und wenn man bedenkt, dass man die Zeit überwiegend mit Anstehen verbringt, dann würde man am Liebsten wieder Mal in den Europa Park gehen. Aber Spaß hat der Free Fall zum Beispiel auf jeden Fall gemacht, wenn man dann aus fast 100 Meter Höhe in die Tiefe fällt.



Heute bin ich mit der Julia aus Österreich, die hier bei einer Gastfamilie lebt, Whale Watching gegangen. Echt geniale Fotos von den Riesen der Meere sind dabei entstanden :)



Übermorgen ist es dann soweit und die zweiwöchige Reise geht los - Sydney, Melbourne und Adelaide.

Samstag, 6. September 2008

Der Sommer kommt langsam...

Alles Gute zum Vatertag, zumindest von meiner Seite hier! Heute Sonntag ist in Australien nämlich Vatertag.

'Half of the semester is over' steht da letztes Mal in einer Vorlesung auf der letzten Powerpoint-Folie. Von den insgesamt 12 Unterrichtswochen sind die ersten 6 schon vorbei. Da hab ich erst Mal große Augen gemacht. Irgendwie geht das hier etwas zu schnell. Nun ja, natürlich sind die Ferien nicht mit eingerechnet, die sich mit rasender Geschwindigkeit nähern. In zwei Wochen befinde ich mich nämlich schon in Sydney, wo der Start unserer zweiwöchigen Rundreise sein wird. Aber dazu dann mehr, wenn es soweit ist.



Ein Feuerwerk der Extraklasse, wie ich es bis jetzt noch nicht erlebt habe, konnte ich mit offenem Mund beim Riverfestival in Brisbane bestaunen. Angefangen hat es mit einem Düsenjet, der mit einem 'Afterburner' direkt über die Skyline von Brisbane geflogen ist. Das Feuerwerk selbst war echt genial zum Rythmus der Musik abgestimmt. Wenn man dann mit den anderen 600.000 Staunenden aus aller Welt in den Himmel kuckt, die Skyline von Brisbane vor sich sieht, neben 10 Studienkollegen steht, sich über einem ein Megafeuerwerk bietet und man dabei bedenkt, dass man sich gerade am anderen Ende der Welt befindet, dann ist das schon ein geniales Gefühl.
Also ein Festival organisieren, das können sie, die Australier.



Am nächsten Tag habe ich dann noch beim Riverfestival-Breakfast-BBQ als Volunteer mitgeholfen. Wiedermal ein super Ausblick gewesen! Auf der Brücke, die von einem Flussufer direkt in die City von Brisbane führt, wurde gegrillt was das Zeug hält. Ich durfte bei einem Stand die Snacks nachfüllen. Da alles gratis war und die Leute punkt 9 Uhr bei der Öffnung auf die Brücke stürmten, kamen wir fast gar nicht mehr mit dem Nachfüllen nach. Hat trotzdem echt Spaß gemacht, vor allem lernt man nette andere Volunteers kennen und der Ausblick hat sich auch gelohnt. Außerdem durfte ich währenddessen auch mit einem Headset rumrennen, wo die ganzen Anweisungen von der Organisation auf Englisch durchgesagt wurden wurden, und mich um die Würstchendistribution kümmern :D



Gestern ging es nach Noosa, ca. 80 Kilometer im Norden hier. Bekannt ist das Städchen für seine wunderschönen Strände, etlichen Kreisverkehre und den Nationalpark. Dort sind wir dann auch gleich am Anfang hin. Bei einem menschenleeren Strand, der mir wie aus dem Film 'The Beach' vorgekommen ist, sind wir dann etwas geblieben. Die Strömung ist ja echt abnormal hart gewesen. Vor allem haben die Riffe und Klippen den Anblick nicht gerade schöner gemacht. Darum blieben wir lieber am Strand selbst. Ich bewundere dann immer wieder die Surfer die sich da trotzdem rein trauen.



Dank den ganzen Uni-Volunteers, die auf dem Noosa Jazz Festival gearbeitet haben, haben wir gratis Eintrittskarten bekommen und sind am Abend dorthin gegangen. Echt gute Bands haben gespielt (z.B. Jackson Jackson, von denen ich davor noch gar nichts gehört habe).



Aufgefallen:
1) Wenn hier Mal Fußball im Fernseher läuft, fällt das sofort auf, weil eigentlich dauernd nur zwei Sportarten ausgestrahlt werden - Rugby oder Football. Aber naja, ich muss zugeben Fußball gefällt mir da schon etwas besser. Vor allem ist es halt nicht nur teilweise ein bloßes aufeinander draufdreschen ;)

2) Mc Donald's ist ja angeblich ein Fast Food Restaurant. Unter Fast Food verstehe ich 'schnell'. Unter 'schnell' verstehe ich zumindest nicht länger als 5 Minuten. Hier kann sich 'schnell' schonmal auf 30 Minuten ausdehnen. Zumindest wenn um 3 Uhr in der Nacht alle von einem Club rauskommen, zum Mc Donald's rennen, dort nur ein Schalter geöffnet ist, der Angestellte total überfordert ist und eine Bestellung nach der anderen aufnimmt und anweist, einfach zu warten bis der Burger fertig ist. Naja bei so 40 Bestellungen kann das dann schon leicht zu einem Chaos führen.

3) 4 Minuten sollte man sich hier nur Duschen, weil Australien Probleme mit dem Wasser hat. Deshalb hat die Regierung veranlasst, so etwas ähnliches wie Eieruhren auszuteilen, die für das Bad geeignet sind und nach 4 Minuten läuten.

4) In keinem einzigen Gebäude darf hier geraucht werden. Nicht einmal in den Clubs und Bars. Als Nichtraucher fällt einem das natürlich nicht so direkt auf. Darum habe ich mich am Anfang immer wieder gewundert, warum meine Kleidung nach dem Weggehen nicht nach Rauch stinkt, wie das normalerweise in Österreich der Fall ist.