Samstag, 26. Juli 2008

Bananen, die einem das Leben schwer machen können!

Puh, bin ich froh, dass ich damals am Flughafen die ganzen guten Lebensmittel, die ich gerne noch gegessen hätte (zum Beispiel gute Würstchen) gründlich aus dem Rucksack geholt und entsorgt habe, da man solches Zeug nicht nach Australien einführen darf. Ich hatte damals am Flughafen ja sogar noch Kekse extra dringelassen, weil ich gedacht habe, dass das sowieso niemand merken wird. Falsch gedacht! Denn ein kleiner süßer Bello - wir nennen den Hund einfach mal so - streift gemütlich mit seinem Polizeiherrchen durch die Flughafenhalle, schnüffelt alle Taschen ab und kassiert für gefundenes verbotenes Zeug Leckerlis. Dies geschieht alles noch, bevor man durch die endgültige Kontrolle geht. Nun denn, zurück zu meinen Keksen. Nachdem ich die anderen Lebensmittel eben weggeworfen habe und nur noch die Kekse im Rucksack hatte, kommt doch tatsächlich klein Bello daher und beginnt an meinem Rucksack zu scharren. Ich natürlich gleich auf "Ups - da muss ich doch AUS VERSEHEN etwas vergessen haben". Die anschließende Inspektion ergab, dass ich die Kekse sowieso einführen durfte, allerdings wäre es mir bei den Würstchen anders ergangen. Denn vor etwa fünf Tagen sind hier drei Deutsche angekommen, die an eine dieser Bananen gekauft haben, die einem das Leben schwer machen können. Und zwar wurde diese später beim Röntgen entdeckt - macht dann einmal 200 Euro bitte!Tja, wo ich diese Geschichte gehört habe war ich froh, dass ich außer den Keksen alles gründlich entsorgt habe.

Bus, Bahn, Verspätung - nicht alles hat nur rosige Seiten, auch hier an der Sunshine Coast ist dies der Fall. Mit denn öffentlichen Verkehrsmitteln ist man hier nämlich fast verloren. Erstens fahren hier die Busse alle Stunden mal ab. Zweitens wurde mir gleich schon von Anfang an empfohlen, immer schon 10 Minuten vor der geplanten Abfahrt an der Bushaltestelle zu sein um den eventuell zu früh kommenden Bus zu erwischen oder um 30 Minuten zu warten um den sich 20 Minuten verspätende Bus zu nehmen. Wenn man am Samstag dann Mal gemütlich am Strand ist (wie dies heute der Fall war) und man am Abend gerne wieder die 30 minütige Fahrt auf sich nehmen will, sollte man auch pünktlich sein. Denn am Samstag fährt der Bus nur alle 2 Stunden zurück zur Universität. Wenn der Bus dann an einem auch noch vorbeifährt, weil er voll ist, wird das ganze grad noch ein bisschen spannender. Also nochmal 20 Minuten warten um mit einem anderen Bus zurück zum Busbahnhof zu fahren, von wo aus 20 Minuten später eine Verbindung zur Universität abgefahren ist. So zieht sich eine Strecke, die man mit dem Auto in so 15 Minuten zurücklegen könnte auf etwas mehr als eineinhalb Stunden hin. Aber hier in Australien hat man es ja nicht eilig...
Aber ich muss sagen: Der Strand schaut genial aus!

22. Juli 2008 - Genießt die Ferien in Österreich - ich bin schon im 3. Semester!

Tja, so ist das auf der Südhalbkugel nun Mal, das 3. Semester (hier in dem Fall das Sommersemester) hat hier gerade gestern begonnen. Macht nichts - die ersten paar Vorlesungen sind meist nur Einführungen und es wird noch nicht wirklich viel vom Stoff behandelt. Dafür geht es nächste Woche dann richtig los. Das gute ist, dass ich meine Vorlesungen so gelegt habe, dass ich nur Montag, Dienstag den ganzen Tag und Donnerstag nur am Morgen Vorlesungen hab. Das heißt - Plenty of Time to Enjoy Australia :)
Hier stehen Sie genau wie bei uns die Kühe auf der Alm - jaja es geht weidermal um die Kängurus... diesmal aber nichts für Vegetarier, deshalb als solcher bitte diesen Teil überspringen. Denn wenn bei uns in Österreich die Kühe auf der Alm frei herumlaufen und wir sie später essen, ist das hier mit den hüpfenden Artgenossen natürlich derselbe Fall. Nun, wie schmeckt das eigentlich so? Habe ich mich auch gefragt, bis vor kurzem als ich eine spontane Einladung bekommen hab und zum Abendessen leckeres Kängurufleisch serviert bekommen habe. Innen zäh, außen weich und schön braun wie ungefähr das Rindfleisch, eigenartiger und ungewöhnlicher aber doch guter Geschmack, den man sicher mal probieren sollte, wenn man hier in Australien ist. Naja, mir ist es nur ein bisschen ironisch vorgekommen, wenn man zuerst wie ein Extremtourist die kleinen Viecher vor der Universität 1000 Mal ablichtet und dann am Abend vor sich auf dem Teller hat - life is unfair.
Brisbane - wow, was für eine Stadt. Am Wochenende bin ich mit 15 anderen internationalen Studenten fast zwei Stunden mit den öffentlichen Verkehrsmitteln in die Hauptstadt von Queensland gefahren um uns dort einmal umzuschauen. Wenn man dann am Stadtstrand von Brisbane liegt, in weißem feinem Sand, vor sich die Skyline und um sich herum die Kinder am Spielen sieht, versteht man, warum diese Stadt einen so faszinieren kann. Chinatown - was eigentlich nur eine kleine Straße ist, die aber vollgepackt ist mit einem Restaurant nach dem anderen - um sich den Magen vollzuschlagen und "The Valley"-Viertel um das Nachtleben zu genießen, haben wir natürlich auch besucht.
Zurück nach "Sippy Downs", in das kleine Dorf, das durch die drei an sich grenzende Studentenappartmentkomplexe regelrecht von den Studenten dominiert wird. Es ist ja eigentlich Winter hier, trotzdem schwitzt man wenn die Sonne am Nachmittag rauskommt und die Strahlen auf die Sunshine Coast wirft. Da bin ich Mal gespannt, wie das im Sommer wird. Heute gehe ich mit ein paar Studenten an den Strand, testen wie warm (bzw. heiß?) das Wasser dort so ist.
Das Bild unten ist übrigens bei unserem "internationalen" Abend entstanden, wo jeder von seinem Heimatland etwas besonderes gekocht hat. Von den Franzosen gab es einen Avocado-Dip, von einer Amerikanerin Hamburger und aus Österreich einen Kaiserschmarren :)

17. Juli 2008 - Orientation Week

So viele neue Namen und Gesichter!
4 Tage bin ich nun in Australien im kleinen Dörfchen Sippy Downs, das eigentlich mitten in der Pampa liegt und von wo aus die nächste Stadt mit dem Bus gerade Mal in einer halben Stunde erreicht wird. Trotzdem lebt das Dorf hier - und zwar von den Studenten. Eine Welcome Party folgt hier nach der anderen und nach dem BBQ ist vor dem BBQ.
Gleich nach der Ankunft in Brisbane ist mir die australische Freundlichkeit so aufgefallen. Und zwar hat mich der Security gleich nach dem Blick in meinen Pass mit Vornamen angesprochen, freundlich gelächelt und weitergewiesen. Und das war aber keine Ausnahme. In Supermärkten versuchen die Damen an der Kassa immer ein nettes kurzes Gespräch aufzubauen und auch sonst ist man hier mit allen per Du - auch mit den Lektoren an der Universität.
Wenn man auf rechten Seite einsteigen will, um als Beifahrer mitzufahren, dann aber drauf kommt, dass man dann ja eigentlich als Fahrer fungieren müsste - dann macht man sich gleich als Ausländer erkenntlich, der noch nicht allzu lange in Australien ist.
Am Morgen wenn ich den Studentenwohnkomplex verlasse und den kurzen Weg zur Universität gehe, kucken einen manchmal verwundert die Kängurus an, die sich allerdings dann nicht weiter stören lassen. Echt genial - die stehen da, wie bei uns in Österreich die Kühe.
Die ersten Bilder sind schon hochgeladen, viel Spass damit!

16. Juli 2008 - In OZ

Viel zu tun...
Tja, da bin ich nun in Australien. In Spanien bin ich leider nicht dazu gekommen, etwas in den Blog zu schreiben bzw. Bilder hochzuladen. Das wird aber demnächst alles nachgeholt, sobald auch hier in Sippy Downs, ein kleines Dorf in der Nähe von Brisbane, etwas weniger Welcome Parties und BBQs stattfinden und auch sonst etwas Alltag eingekehrt ist.
Dann schreibe ich auch etwas ausführlicher über die Känguruhs die mich auf dem Weg zur Universität immer mustern, wenn ich an ihnen vorbeigehe, vom gefährlichen Linksverkehr, an den man sich erst mal gewöhnen muss und von der australischen Freundlichkeit, wie ich sie sonst noch nirgends erlebt habe.
Jetzt geht es gleich mal nach Maroochydore in ein Einkaufszentrum mit ein paar Studienkollegen. Bis zum nächsten Mal...

30. Juni 2008 - 03:41 Uhr

Tja, doch schon etwas später geworden!
...bin grad um 1 Uhr heimgekommen vom EM Finale bei der Fanmeile und beim Stadion. Genial - das wird was, morgen (bzw. heute) nach Spanien zu fliegen! Ein paar Fotos sind eh schon auf den Space hochgeladen.
Koffer noch schnell gepackt und jetzt ab ins Bett. In ein paar Stunden hebt der Flieger ab. Bilder aus Spanien werden folgen. Na dann mal wieder - Byebye Österreich!

27. Juni 2008 - ...aber erst Mal geht's nach Spanien!

Juhuuuu, und schon war sie da...
...die letzte Prüfung. Nur noch zwei Tage hier in Österreich. Am Sonntag arbeite ich noch beim Finale bei der EM 08 - wieder direkt neben dem Stadium (jaja leider nicht drinnen, man kann ja nicht alles haben). Aber trotzdem ist die Atmosphäre dort echt genial, wenn man durch das Geschrei und Getobe das direkt aus dem Stadium kommt vor der Live Übertragung weiß, dass gleich ein Tor fallen wird. Am Sonntag also noch bis in die Nacht am arbeiten - die VIP-Leute wollen ja schließlich mit den Bussen direkt vor die Haustüre gebracht werden und am Montag Vormittag geht dann schon der Flieger nach Spanien. Dort werden dann erst Mal für zwei Wochen Jugendliche aus Deutschland bei ihrem "Young Tour" Urlaub animiert und betreut. Irgendwie find ich das eine gute Mischung - mit Deutschen in Spanien gleich nach dem Deutschland - Spanien EM Finale. Das heißt entweder sind die Spanier mies drauf und die Jugendlichen sind noch mehr in Feierlaune als sie es sowieso schon wären, oder ganz Spanien feiert und die Jugendlichen noch dazu (denen ist in dem Moment das EM Finale doch ganz egal - hauptsache Saufen *g*). Na dann sind wir mal gespannt auf den Sonntag was sich da so im Ernst-Happel Stadion tut.
Das nächste Mal melde ich mich dann in dem Fall aus Spanien oder Australien, Bilder werden demnächst auf jeden Fall auch online gehen.
Dann heißt's jetzt Mal die letzten zwei Tage in Österreich genießen.

20. Juni 2008 - And I will go down under...

Prioritätenliste: 1. Neuseeland, 2. Australien, 3. Chile.
So hat meine Wahl für das Auslandssemester ausgesehen. Doch was niemand ahnen konnte - Neuseeland wurde schließlich nicht mehr angeboten.
Macht nichts! Nächstes Ziel - sich mit dem passenden Motivationsschreiben um den einzigen freien Studienplatz in Australien durchzusetzen.
Einige Tage später dann der Anruf: Suuuuuper! Glücklicherweise habe genau ich diesen Studienplatz bekommen und schon konnte es mit den Vorbereitungen losgehen. Kurse in Australien auswählen, medizinische Untersuchungen, Visabeantragung und... die Zeit ist so schnell vergangen und schon ist heute der 20. Juni.
Die letzten Prüfungen stehen jetzt noch an. Nebenbei bin ich bei der EM 08 am arbeiten und schon wird auch der 12. Juli - der Tag der Abreise - in genau drei Wochen anbrechen.
Und dann heißt es AB NACH "DOWN UNDER ".