Freitag, 8. August 2008

Bei Australiern Zuhause

Freundlich, Freundlicher, Australier oder Offen, Offener, Autstralien - so würde ich mein kurzes Resumée des ersten Monats hier in Down Under schließen.

Obwohl das Studium mittlerweile doch schon etwas strenger geworden ist, als die ersten zwei Wochen und es eigentlich ziemlich einiges zu tun gibt, lässt man sich doch gerne immer wieder dazu hinreißen auf BBQ-Festchen oder Privatparties zu gehen. Vor allem wenn man wie hier in Australien einfach so eingeladen wird obwohl man von den ganzen Leute vielleicht gerade mal denjenigen kennt, der einen mitgebracht hat. Aber so lernt man im Laufe eines Abends schon Mal bis zu 10 wenn nicht sogar manchmal 20 neue Leute aus der ganzen Welt kennen. Die meisten sind selbst aus Europa hierhergezogen und haben sich von dem wunderschönen australischen Lebensstil und dem Land selbst überwältigen lassen.
Letzte Woche war dies der Fall, als ich zu einer "Die Eltern sind aus dem Haus - let's fetz"-Party in Caloundra eingeladen worden bin. Die Aussicht von dem Haus auf einem kleinen Hügel in der Nähe vom Strand - Zauberhaft! Ein großes geräumiges Haus mit, zwei Kinder, einen Pool, BBQ, einen Hund und schon hat man die typische australische Standardfamilie beisammen - so habe ich das zumindest im Reiseführer gelesen. Und siehe da - Lonely Planet lässt einen nicht im Stich - genau diese Standardfamilie habe ich dann bei dieser Party kennengelernt ;) Eine Übernachtung im Matrazenlager und gutes australisches Frühstück mit Toast, gebratenem Speck und Eiern inklusive - und wie gesagt, ich habe von den sieben Leuten dort gerade Mal eine vor kurzem kennen gelernt.



Was man allerdings in der Nacht vermeiden sollte, ist dass man sich von Blaulicht hinter einem ablenken lässt. Und zwar ist mir auf der Fahrt nach Caloundra folgendes passiert: Ich fahre also gemütlich wiedermal eine lange Straße entlang als mich plötzlich auf der linken Seite rasend schnell ein schwarzes Auto überholt. "Hui, der hat es aber eilig", und weiter nichts hab ich mir gedacht, als in der nächsten Sekunde schon Blaulicht hinter mir auftaucht und die Polizei wie ein Christbaum geschmückt mit allen Lichtern an hinter mir herfährt, weil es das schwarze Auto am verfolgen war. Ich natürlich gerade Mal seit fünf Tagen in Australien am Autofahren, bleib wahrscheinlich aus Gewohnheitsgründen auf der rechten Seite. Allerdings ist das nicht so eine gute Idee, wenn die Polizei hier einen überholen will. Zwei Sekunden später schon - als ich es auch endlich kapiert habe - fahre ich dann eben nach links um der Polizei Platz zu machen. Mit einer "freundlichen Geste" aus dem Beifahrerfenster des Polizeiautos hat der Christbaumgeschmückte Wagen schließlich die Verfolgung des schwarzen Autos wieder aufgenommen.



Heute geht es auf den Mount Coolum, von wo aus man anscheinend einen superschönen Ausblick hat. Bin dann schon gespannt - Fotos werden auf jeden Fall wieder online sein. Bis zum nächsten Mal :)

Aufgefallen:
1) Zeitungen werden hier in Sippy Downs von einem Mofafahrer ausgetragen, der die Zeitungen unliebsam auf den Gehsteig vor das jeweilige Haus wirft.
2) Self-Service bei der Kassa vom Supermarkt ist selbstverständlich.
3) Es gibt im Supermarkt ein Pulver, mit dem man selbst sein Bier brauen kann, indem man einfach Wasser dazu schüttet. Also ich würde das in dem Fall ein "Instant-Bier" nennen.

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