Montag, 18. August 2008

A propos Skydiving:
Am Besten kann man das Gefühl und das ganze rundherum natürlich erfahren, wenn man das selbst macht, statt hier nur diesen Blog zu lesen. Aber da ein Video auch schon etwas mehr ausdrückt, als nur ein paar Worte, hier die zwei Videos dazu:

Skydiving 1 - Vorspann und die zwei anderen die mitgeflogen sind
Skydiving 2 - Sonjas und mein Sprung aus dem Flugzeug

Viel Spaß :)

Donnerstag, 14. August 2008

So, wenn man am Besten mit dem Auto von Brisbane nach Sippy Downs kommt, wie kommt man dann am Besten vom Flugzeug in 12000 Fuß Höhe (fast 4 Kilometer) zum Strand direkt unter einem auf 0 Fuß? Gut, eine Möglichkeit wäre, man landet sicher mit dem Flugzeug am Flughafen und fährt zum Strand. Viel lustiger ist es aber, wenn man einfach aus dem Flugzeug raus springt.



So geschehen am 13. August um 10:30 Uhr, Caloundra Kings Beach. Fünf Wagemutige Himmelsstürmer (Kayla aus den USA, ihre Cousine Sonja, ich und noch zwei andere) treffen sich am Flughafen bei Caloundra und machen sich bereit für den Sprung ihres Lebens. Kurz 10 Minuten eine Einführung, rein in die Anzüge und Gurte und schon ging es ab zur kleinen Propellermaschine, die bereits bereit zum Abflug stand. Genial, das Gefühl, wenn man weiß, dass man in den Himmel hochfliegt und nicht mehr landen wird, trotzdem aber heil unten wieder ankommt. Das Flugzeug dreht also seine Runden hoch wie eine Schraube bis es bei eben den 12000 Fuß Höhe angekommen ist. Brille aufgesetzt, Anweisungen beachtet die mir von hinten ins Ohr geschrieen wurden und dann konnte es ja eigentlich schon losgehen. "My man" hinter mir - Wayne - hat schon 12000 Sprünge gemacht, also eigentlich kann ja nix schiefgehen. Türe auf, nach draußen gelehnt und einfach nur ein geniales Gefühl erlebt als Wayne sich schließlich abgestoßen hat und es für 50 Sekunden im freien Fall nach unten ging. Ein "UAAAHHHHHHHHHHHHH" - sei es aus Freude oder wegen dem genialen Gefühl einfach frei nach unten zu fallen - war die Folge.
Nachdem der Fallschirm geöffnet wurde, durfte ich diesen selbst noch etwas lenken und schließlich landeten wir am Strand von Caloundra.



Nach dem Sprung sind wir dann noch mit Toni, der mitgegangen ist, leider aber nicht springen hat können, weil das Flugzeug voll war, noch in die Stadt Caloundra selbst. Vergleichen könnte man sie fast mit einer kleinen Touristenstadt in Spanien, nur dass Englisch gesprochen und auf der linken Straßenseite gefahren wird.



Momentan bin ich hier an der Uni fleißig am vier Arbeiten schreiben, die ich innerhalb der nächsten zwei Wochen abgeben muss, der Uni Alltag lässt grüßen.
Morgen geht's dann wahrscheinlich nach Noosa, eine anscheinend echt schöne Stadt im Norden von Maroochydore.

Aufgefallen: Alle Lektoren werden hier mit dem Vornamen angesprochen.

Freitag, 8. August 2008

Bei Australiern Zuhause

Freundlich, Freundlicher, Australier oder Offen, Offener, Autstralien - so würde ich mein kurzes Resumée des ersten Monats hier in Down Under schließen.

Obwohl das Studium mittlerweile doch schon etwas strenger geworden ist, als die ersten zwei Wochen und es eigentlich ziemlich einiges zu tun gibt, lässt man sich doch gerne immer wieder dazu hinreißen auf BBQ-Festchen oder Privatparties zu gehen. Vor allem wenn man wie hier in Australien einfach so eingeladen wird obwohl man von den ganzen Leute vielleicht gerade mal denjenigen kennt, der einen mitgebracht hat. Aber so lernt man im Laufe eines Abends schon Mal bis zu 10 wenn nicht sogar manchmal 20 neue Leute aus der ganzen Welt kennen. Die meisten sind selbst aus Europa hierhergezogen und haben sich von dem wunderschönen australischen Lebensstil und dem Land selbst überwältigen lassen.
Letzte Woche war dies der Fall, als ich zu einer "Die Eltern sind aus dem Haus - let's fetz"-Party in Caloundra eingeladen worden bin. Die Aussicht von dem Haus auf einem kleinen Hügel in der Nähe vom Strand - Zauberhaft! Ein großes geräumiges Haus mit, zwei Kinder, einen Pool, BBQ, einen Hund und schon hat man die typische australische Standardfamilie beisammen - so habe ich das zumindest im Reiseführer gelesen. Und siehe da - Lonely Planet lässt einen nicht im Stich - genau diese Standardfamilie habe ich dann bei dieser Party kennengelernt ;) Eine Übernachtung im Matrazenlager und gutes australisches Frühstück mit Toast, gebratenem Speck und Eiern inklusive - und wie gesagt, ich habe von den sieben Leuten dort gerade Mal eine vor kurzem kennen gelernt.



Was man allerdings in der Nacht vermeiden sollte, ist dass man sich von Blaulicht hinter einem ablenken lässt. Und zwar ist mir auf der Fahrt nach Caloundra folgendes passiert: Ich fahre also gemütlich wiedermal eine lange Straße entlang als mich plötzlich auf der linken Seite rasend schnell ein schwarzes Auto überholt. "Hui, der hat es aber eilig", und weiter nichts hab ich mir gedacht, als in der nächsten Sekunde schon Blaulicht hinter mir auftaucht und die Polizei wie ein Christbaum geschmückt mit allen Lichtern an hinter mir herfährt, weil es das schwarze Auto am verfolgen war. Ich natürlich gerade Mal seit fünf Tagen in Australien am Autofahren, bleib wahrscheinlich aus Gewohnheitsgründen auf der rechten Seite. Allerdings ist das nicht so eine gute Idee, wenn die Polizei hier einen überholen will. Zwei Sekunden später schon - als ich es auch endlich kapiert habe - fahre ich dann eben nach links um der Polizei Platz zu machen. Mit einer "freundlichen Geste" aus dem Beifahrerfenster des Polizeiautos hat der Christbaumgeschmückte Wagen schließlich die Verfolgung des schwarzen Autos wieder aufgenommen.



Heute geht es auf den Mount Coolum, von wo aus man anscheinend einen superschönen Ausblick hat. Bin dann schon gespannt - Fotos werden auf jeden Fall wieder online sein. Bis zum nächsten Mal :)

Aufgefallen:
1) Zeitungen werden hier in Sippy Downs von einem Mofafahrer ausgetragen, der die Zeitungen unliebsam auf den Gehsteig vor das jeweilige Haus wirft.
2) Self-Service bei der Kassa vom Supermarkt ist selbstverständlich.
3) Es gibt im Supermarkt ein Pulver, mit dem man selbst sein Bier brauen kann, indem man einfach Wasser dazu schüttet. Also ich würde das in dem Fall ein "Instant-Bier" nennen.

Freitag, 1. August 2008

Neuigkeiten aus dem Aussielande

Wie kommt man am besten von Brisbane nach Sippy Downs? - Entweder, man nimmt den Zug und dann den Bus und schon ist man in zwei Stunden am Zielort angekommen. Oder, wie ich das heute gemacht habe, man nimmt sein neu gekauftes Auto und fährt die knapp 100 Kilometer in eineinhalb Stunden bei Temperaturen um 30 Grad und Sonnenschein auf dem Sunshine Motorway entlang, während man dazu seine Lieblingsmusik laufen lässt. Letzteres habe ich heute Mittag gemacht. Nicht, dass ich jetzt sagen will, dass Zugfahren nicht interessant ist, wenn man die Landschaft an sich vorbeiziehen sieht. Hat man aber gerade zum ersten Mal in seinem Leben ein Auto gekauft, dass man sein Eigen nennen darf, hat dies doch gewisse Reize :)

Angefangen hat alles damit, dass es mir das öffentliche Verkehrsnetz an der Sunshine Coast nicht gerade allzu sehr angetan hat - wie dies im letzten Post ziemlich ersichtlich war. Drei Reisen nach Brisbane waren die Folge, wo ich fünf verschiedene Autos begutachtet und testgefahren habe. Die erste Testfahrt selbst, war dabei allerdings eher als Fahrlektion zu bezeichnen, da ich
1. den Linksverkehr noch nicht gewöhnt war,
2. die Scheibenwischer eingeschalten habe, wenn ich (wie bei uns üblich) auf der linken Seite vom Lenkrad blinken wollte und
3. es in Australien doch auch Verkehrsregeln gibt, die man kennen sollte.
Auf jeden Fall waren diese Testfahrten aber eine gute Übung.



Nachdem ich mich also in den letzten fünf Tagen wahrscheinlich intensiver mit australischen Gebrauchtwagen beschäftigt habe, als die ganzen vorigen 21 Jahre zusammengerechnet überhaupt mit Autos, habe ich beschlossen einen Hyundai Excel Sprint zu kaufen. Deshalb bin ich mit Les, der den Hyundai früher selbst gefahren und ihn anschließend seinen Kindern überlassen hat, gab mir noch wertvolle Tipps für die weitere Fahrt zurück zur Sunshine Coast. Die 100 Kilometer zurück nach Maroochydore waren eine gute Übung für den Anfang. An den Linksverkehr gewöhnt man sich recht schnell - und auch daran, dass man bei 30 Grad Sonnenschein keine Scheibenwischer einschalten muss um rechts abzubiegen.
Die Registrierung beim "Department of Transport" habe ich auch gleich heute noch erledigt und dann konnte das Auto schon gleich zum ersten Mal praktisch eingesetzt werden, indem ich beim Woolworths mit Toni und Markus aus Deutschland einkaufen gegangen bin. Statt den bisherigen 20 Gehminuten hin und 30 Gehminuten zurück, geht ein Einkauf mit dem Auto ziemlich schnell und praktisch. 30 Gehminuten zurück deshalb, weil 10 Minuten durch entweder "volle Säcke schleppen" oder durch "einen Woolworths Einkaufswagen vor sich hinschieben" dazugerechnet wurden. Letzteres ist hier übrigens erlaubt - die Einkaufswagen werden dann einfach vor dem UniCentral abgestellt, wo sie irgendwann wieder abgeholt werden.
Zurück zum Auto: Es ist zwar gerade Mal der erste Tag, seit ich das Auto besitze, dennoch fühlt man sich gleich Mal viel freier, da man weiß, man kommt überall gleich schnell hin und muss nicht manchmal bis zu 2 Stunden auf den Bus warten. Deshalb nach bisherigem Empfinden - schwer zu empfehlen :) Werde sicher noch weiteres über Erfahrungen mit dem Auto in Down Under schreiben - dazu aber später.

Nun zu einem anderen Thema: Was machen internationale Studenten in Australien in den Ferien? Nun, wenn man schon Mal in einem fremden Land ist, kann man diese Gelegenheit gut nützen, um dieses zu erkunden. Genau das haben Markus und Toni aus Deutschland, Charlotte und Lilli aus Frankreich und ich im "Mid Semester Break" ab Mitte September vor. Und zwar haben wir bereits jetzt unsere Flüge gebucht, da diese gerade ziemlich billig waren.
Start unserer zweiwöchigen Reise wird Brisbane sein, von wo wir mit dem Flugzeug nach Sydney fliegen werden. Nach fünf Tagen Sightseeing geht es weiter mit dem Flugzeug nach Melbourne, wo wieder fünf Tage eingeplant sind.
Ein Wohnmobil wäre schon praktisch um schließlich die Great Ocean Road von Melbourne nach Adelaide zu fahren... Gesagt, getan. Mit dem Wohnmobil geht es vorbei an den bekannten "12 Aposteln" nach Adelaide, von wo aus wir einen Ausflug auf die Halbinsel York machen werden. Schließlich geht es am 13. Tag zurück mit dem Flugzeug nach Brisbane. So sieht die Planung bis jetzt zumindest aus - flexibel sind wir aber immer noch :) Berichte werden auf jeden Fall folgen.



Um den Sydneybesuch noch etwas spannender zu gestalten hat sich eine recht gute Gelegenheit ergeben. Am 21. September findet nämlich der Sydney Marathon statt. Warum also nicht teilnehmen? Da wir am 20. September erst am späten Nachmittag ankommen werden, wird der geplante Halbmarathon, der bereits um 6:20 Uhr am Folgetag beginnt, kurzfristig zum "Sightseeinghalbmarathon" umfunktioniert. Das gute wird meinen Einschätzungen zufolge dabei sein, dass ich so von der Stadt Sydney selbst so abgelenkt sein werde, dass das Laufen fast schon von alleine gehen wird ;) Die Anmeldung ist auf jeden Fall schon Mal gemacht und ich freu mich jetzt schon riesig darauf, eine Stadt einmal auf eine Weise zu erkunden, wie ich das zuvor noch nie gemacht habe. Sydney, wir kommen!

So, das waren für heute wiedermal ein paar Neuigkeiten aus OZ.
Ah ja, was ich sonst noch so loswerden wollte:

1. Ja es gibt hier auch Kühe, nicht nur Kängurus :)
2. Wenn es heißt "Ich wohne in Brisbane", kann das schon auch mal heißen, dass man in einer der zig Vorstädte wohnt, die teilweise bis zu mehr als 20 Kilometer vom Zentrum entfernt sind und von denen man annehmen müsste, dass sie eigentlich schon ein eigenes Dorf sind.
3. Telefonieren während dem Zugfahren - vergiss es! Kaum dass man aus einem Ballungszentrum raus ist, hat man keinen Empfang mehr.
4. Kreuzungen für Fußgänger funktionieren hier so: Die Fußgänger gehen nie, während Autos auf der Kreuzung fahren. Auf einmal werden alle Autoampeln rot und alle Fußgängerampeln schalten gleichzeitig auf grün. Das heißt die ganze Kreuzung wird von Fußgängern eingenommen und auch diagonal überquert, bis es wieder rot ist, die Kreuzung von Fußgängern befreit ist und die Autos wieder übernehmen.