Montag, 24. November 2008

Ab in den Süden!

Auto am Samstag Mittag verkauft, nach Hause, alles zusammengepackt, Busse und Unterkunft organisiert und am Abend konnte es dann schon los gehen.
Erstmal ging es noch ein letztes Mal nach Brisbane um dort den Abend zu verbringen und am nächsten Morgen gleich nach Surfers Paradise zu den anderen Studenten, die schon am Vortag dorthin gefahren sind. Ein kleiner Ausflug nach Nimbin - das australische alternative Dorf - wurde unternommen. An jeder Ecke wird man dort gefragt, ob man einen 'Keks' will...



Gestern bin ich dann hier in Byron Bay angekommen. Erstmal den Strand genossen und ein Surfbrett ausgeliehen um das Gelernte in die Praxis umzusetzen. Heute bin ich mit einer Gruppe Kayak auf dem Meer gefahren. Wir hätten anscheinend Delfine sehen sollen, die mit einem mitschwimmen. Leider sind die nie aufgetaucht.

In zwei Stunden geht es weiter nach Coffs Harbour, wo ich einen Tag bleiben werde bevor es weiter geht nach Port Maquarie, Newcastle, Sydney, Canberra und Melbourne.



Wetter: Genial, nur an die Christbäume die man momentan überal sieht, kann ich mich bei dem Wetter einfach nicht gewöhnen.

Dienstag, 18. November 2008

Semesterende, Reisepläne, Autoverkauf...

...und die Erkenntniss, dass Australier zu faul sind um Gänge zu schalten.
Nachdem ich nämlich vor einer Woche angefangen habe, mein Auto hier zum Verkauf anzubieten, hat sich herausgestellt, dass die meisten Australier keine manuellen Autos fahren können. Denn bei jedem zweiten Anruf den ich bekomme, wird als erste Frage gestellt: "Is it a manual or an automatic?".



Weihnachtsstimmung kommt hier in den Läden auf, aber nicht unbedingt im Alltag. Außerdem hat hier die Regensaison begonnen. Seit fünf Tagen ist es immer wieder am Regnen - aber was für Regenfälle das sind. Das macht dann Spaß, wenn man weiß, dass der Regen lauwarm ist und in der Badehose raus rennt.



Die ersten haben UniCentral und die Sunshine Coast schon verlassen und sich der Herausforderung gestellt, in kurzer Zeit so viel wie möglich von Australien zu entdecken. Für mich geht es los, sobald das Auto verkauft ist. Dann heißt es, ab nach Melbourne mit den Bussen von Greyhound.

Montag, 10. November 2008

...und schon war das Ende vom Semester da!

Hui, das ging aber ziemlich schnell alles. Wenn man bedenkt, dass ich vor vier Monaten hier in Australien angekommen bin und jetzt das Semester schon fast vorbei ist. Die letzten Arbeiten haben wir hier Ende Oktober abgeben müssen - da hat sich Halloween natürlich ideal als Abschlussparty ergeben, um gleichzeitig rein in die Lernferien zu feiern.



Außerdem wurde in den letzetn paar Wochen die Sunshine Coast wirklich zur SUNSHINE Coast. Ventilatoren eingeschaltet, Badehose und Flipflops angezogen und Sonnencreme nicht vergessen. Wenn dann ein feiner kühler Pool direkt vor der Haustüre ist, macht das Unileben noch gleich viel mehr Freude - vor allem bei 30°C



So und dann waren da natürlich die Lernferien. Und was macht man in den Lernferien als Student so (vor allem als Internationaler Austauschstudent)?
Auf der einen Seite würde es die Möglichkeit geben, sich in der Woche zu entspannen und sich gemütlich immer wieder Mal mit der Materie zu beschäftigen, damit alles Gelernte schön Sitzen bleibt.
Auf der anderen Seite gibt es natürlich auch die Möglichkeit direkt nach der Halloweenparty am nächsten Morgen vom Studentenheim abzuhauen, das große weite Australien zu erkunden, unendlich viel Neues erleben, einen Tag vor der Prüfung zurückkommen, unter Zeitdruck alles noch schnell zu lernen und dann trotzdem gelassen zur Prüfung zu gehen, weil das System hier in Australien ziemlich nett ist ;)
Einmal darf man raten für welche Möglichkeit ich mich entschieden habe.



Nun denn, Halloweenparty vorbei - ab zu den Whitsunday Islands. 1000 Kilometer bis nach Airlie Beach von wo unser Segelschiff abgelegt hat. Ein Tauchgang mit Nemo inkludiert - in einer Unterwasserlandschaft voller Korallen wo man sich vorkommt wie in einer anderen Welt. Unendlich viele Fische ziehen an einem vorbei, Seegurken mit denen man spielen kann und die Geräusche unter Wasser - das war echt eines der schönsten Erlebnisse der Reise!



Nach dem Segeltörn bin ich wieder langsam zurück an die Sunshine Coast gefahren und hab an verschiedenen Orten Halt gemacht. Manchmal findet man bei so sponaten Aufenthalten Orte, die man sich so vielleicht gar nicht vorstellen hätte können. Für mich war dieser spezielle Ort "The Great Keppel Island" - eine Insel die ich so schnell nicht wieder vergessen werde, denn für mich war das echt "The Beach" (wie in dem Film).



Angefangen hat alles damit, dass ich in meinen Lonley Planet reingeschaut habe und über die "Great Keppel Islad" gelesen habe. Anscheinend sollte auf der kleinen Insel echt etwas los sein - Backpacker Hostels, verschiedene Resorts etc. Da ich in der Nähe war, habe ich mir gedacht, warum nicht hinfahren und die Insel ein wenig erkunden? Also machte ich mich mit der Fähre auf den Weg. Auf dem Schiff selbst habe ich mich schon gewundert, warum nicht mehr Passagiere mitfahren als die Handvoll, die auf dem Schiff waren. Bei der Ankunft musste ich feststellen dass, die Insel schließlich ganz anders aussah, als ich mir das vorgestellt habe. Es war fast gar nichts los auf der Insel (zwei kleine Resorts waren geöffnet) und sie schien fast schon ausgestorben zu sein. Nun gut, da ich mein Zelt in einem der Resorts schon reserviert habe, 'musste' ich wohl oder übel auf der Insel bleiben. Am Anfang hat mir der Gedanke gar nicht so gefallen, weil es echt gar nichts auf der Insel zu tun gab. Aber irgendwie hatte die Insel etwas besonderes und je länger man auf der Insel war, desto einzigartiger und fast schon 'mysteriöser' wurde sie. Also habe ich den ganzen Tag am Strand gelegen, etwas gelesen und die Zeit genossen.



Am Nachmittag sind auch die letzten Tagestouristen von der Insel gegangen und auf der gesamten Insel waren vielleicht nur mehr so 30 Leute.
Als es dann langsam Abend wurde und ich mit ein paar Reisenden gemütlich etwas getrunken habe, ist die ganze Sache noch viel interessanter geworden. Die Geschichte der Insel wurde mir in der Nacht am Strand bei Kerzenlicht erzählt.



Vor mehreren Jahrzenten wurden die Aborigines von der Insel vertrieben, damit man einen idealen Touristenort daraus machen konnte. Ein Resort nach dem anderen wurde errichtet und der Massentourismus wurde kaum gebremst.
Eines Tages hat sich dann ein reicher amerikanischer Millionär entschlossen, die einzelnen Resorts und Grundstücke aufzukaufen, um schließlich die ganze Insel zu besitzen und daraus ein 6-Sterne Touristenort zu machen. Allerdings haben sich zwei kleine Resorts dagegen gewehrt und sich nicht verkaufen lassen (darunter das, wo ich geschlafen habe). Also hat der reiche Millionär beschlossen, alles was er schon besessen hat zu schließen, um keine Touristen mehr auf die Insel zu locken. Jetzt wartet er anscheinend darauf, dass dadurch die zwei kleinen Resorts pleite gehen und er diese ebenfalls kaufen kann. Doch diese wehren sich, weil sie die Schönheit der Insel wahren wollen und kein Massentourismusort daraus werden soll.



So habe ich die Insel doch gleich aus einem ganz anderen Blickwinkel gesehen und mich fast schon ein wenig in diesen (noch) so verlassenen Ort verliebt.
Die nächsten zwei Tage ging es dann nach Town of 1770 und nach Bundaberg, wo DER Rum für Australien produziert wird.



Heute habe ich die erste Prüfung hier in Australien abgelegt - für einen Studenten der auf einer FH studiert und das universitäre System nicht gewohnt ist fast schon wieder ein Erlebnis.
Alle Studenten haben sich vor der riesigen Halle versammelt haben, als plötzlich die Lautsprecherdurchsagen gekommen sind, was die Studenten zu befolgen haben. Keine Rucksäcke, keine Taschen, keine Sonnenbrillen, keine Kappen in der Prüfungshalle. Alles musste abgegeben werden. Nur etwas zum Schreiben durfte ich mitnehmen. Ein Wunder, dass ich mich nicht noch ausziehen musste. Während der Prüfung sind in der Halle überall Aufsichtspersonen am rumschleichen. Da kommt man sich schon leicht wie in einer Massenabfertigung vor. Auf jeden Fall ein Erlebnis wert in Australien an der Sunshine Coast mal zu studieren und das mitzumachen :)

Aufgefallen (oder "was ich sonst noch so Senf loswerden muss"):
Es kommt einem etwas seltsam vor, wenn man bei 30°C mit Flip Flops, T-Shirt und kurzer Hose in einen Supermarkt geht, wo Jingle Bells gespielt wird und es bereits die ersten Weihnachtsdekorationen zu kaufen gibt.



Auf australischen Balkonen tummelt sich so manch seltener Gast. Zuletzt gesehen auf Airlie Beach - die freundliche Schlange von nebenan.



Ah ja, und da war noch...
Eine frische Abkühlung nach dem letzten 'Arbeitsabgabetag' wo ich drei Arbeiten eingereicht habe und eine Präsentation gehalten habe.